Uhren sind Statussymbol und modisches Accessoire

Heute Statussymbol und modisches Accessoire

Mit der Entwicklung der Uhr hat sich die Welt für den Menschen bedeutend verändert.

Die ersten mechanischen Uhren wurden im 13. Jahrhundert erfunden und läuteten eine neue Ära in der Wissenschaft ein. Schon vorher versuchte man durch Sanduhren und Sonnenuhren oder sogenannte Schlaguhren die Zeit zu verkünden, was vor allen Dingen in Klöstern und Abteien wichtig war, um verschiedene Phasen des Gebetes einzuteilen. Doch auch außerhalb dieser wuchs das Bedürfnis das zunehmend komplexe soziale Leben zu organisieren. Die ersten Uhren befanden sich dementsprechend auf hohen Türmen, um die Zeit von überall lesbar zu machen. Endlich war es nun also möglich Zeit genauer einzuteilen und zu bestimmen, und in den darauffolgenden Jahren galt es demnach die Materialien zunehmend zu verbessern.

Eine Uhr galt als ein kostbares Gut und war zu der Zeit nur für Wenige erschwinglich, was die Uhrenmacher dazu zwang ihre Kustwerke in verschiedenen Orten anzubieten.

Uhren erobern die Wohnungen

Um Uhren auch privat nutzen zu können, war es wichtig, die einzelnen Bestandteile zu verkleinern und insbesondere das Ersetzen der Gewichte durch eine Metallfeder machte es möglich, dass die Uhren von den Kirchtürmen zunächst in die Häuser und danach auf die Handgelenke gelangen.

Die ersten Wohnraumuhren bedeuteten auch den Beginn einer neuen Mentalität in einer sich wirtschaftlich verändernden Welt. Technisch gesehen glichen sie jedoch ihren großen Vorgängern und die erste Produktion in Deutschland lässt sich bis ins 15. Jahrhundert zurückverfolgen. Ihrer Form entsprechend wurden sie als „gotische“ Uhren oder als „Laternenuhren“ bezeichnet.

Bezüglich der Wanduhren wurde nicht nur der Aspekt der Funktionalität, wie heute bei Bürouhren immer wichtiger, sondern auch das Aussehen. Es rückten also zunehmend auch die Verzierungen und Dekorationen der Zifferblätter und Oberflächen in den Vordergrund.

Auch die Entdeckung der Pendelregulierung war ein weiterer bedeutender Schritt zur Perfektion der Zeitmessung und die Gangabweichungen schrumpften auf 30 Sekunden pro Tag, was für die damalige Zeit sehr gering war. Das Pendel fand man daraufhin überall in der Produktion von Tisch- und Möbeluhren.

Taschenuhren

Im laufe der Zeit änderten sich die Bedürfnisse und Uhren wurden nicht nur zunehmend genauer, sondern auch immer mehr zu kleinen Schmuckstücken. An besonderer Beliebtheit erfreuten sich kleine Taschenuhren, deren Durchbruch im 19. Jahrhundert stattfand, und die die Überleitung zu den Armbanduhren bildeten. Es verlagerten sich nun auch zunehmend die Produktionsstätten und speziell die Schweiz machte sich im Bezug auf Qualität und Quantität einen Namen.

Der Weg zur Armbanduhr

Daraufolgende technische Innovationen, wie Beispielsweise die Aufzugskrone, ermöglichten den Weg zur Armanduhr und beschlossen das Ende des Schlüsselaufzuges. Der Lebensstil wurde am Ende des 19. Jahrhunderts durch Neuerungen im Transport immer aktiver und machte Armbanduhren dadurch fast unabdingbar. Es wurde als praktischer angesehen, die Uhr direkt im Blick zu haben und so wanderte sie aus den Taschen an die Handgelenke. Wichtig zu nennen ist auch der Einfluss der Mode, die ab dem 20. Jahrhundert neuen Schwung in das Leben der Menschen brachte.

Vielleicht war auch gerade deswegen die erste dokumentierte Armanduhr eine Damenuhr...

Mit dem Aufkommen die Quarztechnik und der Wirtschaftsmacht Japan ab 1970 hat die Schweiz bedeutende Konkurrenz bekommen, was sich mit der Etablierung der Marke Swatch (Swatch= Swiss+Watch) jedoch wieder ausglich. Das Sammeln von Uhren bekam plötzlich eine völlig neue Dimension und Uhren sind heutzutage nicht mehr nur ein Gebrauchsgegenstand, sondern Statussymbol, Schmuckstück und Ausdruck von Individualität. Mindestens einmal im Jahr stellen verschiedenste Marken ihre neuen Kollektionen vor und es gibt dementsprechend Uhren für jeden Anlass. Ein Blick in die Zukunft lässt erahnen, dass eine Uhr bald noch weitaus umfangreichere Funktionen innehat und beispielweise auch den mobilen Datenaustausch ermöglicht oder als Navigationsinstrument beziehungsweise Datenbank fungiert.

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